Social Media und Nachhaltigkeit?!

Kann Social Media zu einer nachhaltigen Lebensweise beitragen? Diese Frage begegnete mir bei der Social Media Week (SMW) in Hamburg. Das war natürlich nur eine von ganz vielen Fragen, auf die während der SMW nach Antworten gesucht wurde, mich aber hat diese am nachhaltigsten bewegt =). Die Social Media Week ist ein wirklich gigantisches Event. Eine Woche lang unzählige Veranstaltungen in zehn verschiedenen Kategorien und das parallel in 12 Städten auf der ganzen Welt: Hamburg, Hong Kong, Maimi, London, New York, San Fransisco, Paris, Sao Paulo, Singapur, Tokio, Toronto und Washington DC.

Den (subjektiv) interessantesten Input bekam ich beim Panel SPREAD 2050: Social Media Visionen. Grundlegend ist Social Media ja nicht nur facebook, wie man in dieser Woche ausführlich gelernt hat. Wie aber kann Social Media nachhaltig verändern? Kann Social Media das überhaupt leisten? ”Unserer Meinung nach können sich nachhaltige Lebensweisen nur in einer Kombination von technologischen Innovationen und vor allem sozialen Innovationen realisieren lassen.” so Nora Brüggemann, die das von der EU-finanzierte Projekt SPREAD Sustainable Lifestyles 2050 leitet. Innerhalb dieses Projektes werden Handlungsempfehlungen für die Zukunft erarbeitet, die die unterschiedlichsten Lebensbereiche betreffen. Eine eigene Community ermöglicht es jedem, sich selbst an der Vision zu beteiligen. Im Zuge des Panels wurden verschiedene Modelle vorgestellt, die schon heute Social Media und Nachhaltigkeit erfolgreich mit einander verbinden und vormachen, was in Zukunft vielleicht gang und gäbe sein wird. Nachbarschaftsauto, 9flats und kleiderkreisel nutzen kreativ die Möglichkeiten der Technologie und schaffen so eine Schnittstelle zwischen analogem Teilen und digitalen Sharen ergo eine nachhaltige Lebensweise. 

Diese aber auch eine Reihe weiterer Veranstaltungen hatten einen interessanten gemeinsamen Nenner, schlichtweg die Notwendigkeit neuer Distributionswege und Geschäftsmodelle. Der Wandel bringt die technische Infrastruktur, es braucht die Kreativität des Einzelnen, um das Hervorzubringen, was uns noch gefehlt hat. 
Leider ließ die SMW allerdings in Sachen Bildung, zum Beispiel welchen Einfluss Social Media auf die Art und Weise von Ausbildungsangeboten haben kann, nicht tief blicken. Aber gerade für den Bereich der Bildung und Forschung müsste doch ein immenses Potential inne liegen, denke man beispielsweise an kollektives Wissen, die Bündelung von Kompetenzen und e-Learning. Für die Zukunft, die weitere gesellschaftliche und ökonomische, ja eigentlich die ganze kulturelle Entwicklung wäre es wünschenswert, die Möglichkeiten, die die sozialen Medien bieten, zu erforschen, zu erproben und nicht vor dem Fortschreiten zurück zu schrecken. Der technologische Fortschritt wird kaum zu stoppen sein, wer würde das auch wollen?

 

Über Stefanie Bauske

...war Studentin (Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politikwissenschaft, Philosophie) und wissenschaftliche Hilfskraft an der MLU. Erfahrungen sammelte sie u.a. im DFG-Projekt „Emotionale Gratifikationen während der Filmrezeption“. Bei ONLINE RADIO kümmert sie sich um Pressearbeit, Marketing und Social Media.
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