In Anlehnung an “Alles fließt” müsste man eigentlich auch sagen können: “Alles klingt”. Für Medien wäre das dann zum Beispiel Zeitungsrascheln, das klassische weiße Rauschen beim Radio, das Surren des Fernsehers… aber wie klingt eigentlich online, wie klingt das Internet und vor allem: Wie klingt Online Radio? Mit dieser spannendenden, aber nicht wirklich einfach zu beantworteten Frage darf ich mich seit einigen Wochen gemeinsam mit Tobi Grasse beschäftigen. Wir sind gerade dabei, ein “auditives Aushängeschild”, oder in stilvollem Englisch – das Sound Branding – für Online Radio zu entwickeln, arbeiten an Jingles und Radiospot, sowie an dem Konzept für die Live-Übertragung zu unserem “public workshop” AIRPLAY vs. IP-PLAY?, die wir über 1000mikes in den virtuellen Äther (= Airplay feat. IP-Play?) senden wollen.
Dass beim Thema Klang Welten und Vorstellungen aufeinander prallen, haben wir gleich bei unserem ersten Treffen gemerkt: Geistesabwesend habe ich das Wort “Modem” in den Raum geworfen und damit gleich einen verachtenden Blick geerntet.
Aber es stimmt – die Zeiten des Modemsounds sind vorbei. Jetzt gibt es nur noch DSL, LAN und WLAN – und nicht wirklich irgendein Geräusch. Lüfterrauschen und Festplattendrehen stehen nur für Computer und werden inzwischen auch immer seltener …
Wie kann also “Online Radio Master” klingen? Einen ersten Eindruck, wie man Online Radio Master vertonen könnte, hat uns die Sample-Sound-App “Let them sing it for you” von Eric Bünger geliefert. Aber: Unser Studiengang ist mehr als eine Collage aus Bekanntem, auch wenn Begriffe wie Remixing, Sampling und Mashup längst im medialen Alltag angekommen sind. Also heißt es die nächste Woche weiter fleißig konzipieren und Töne basteln, damit jede/r beim ersten (oder zweiten) Hören weiß: So klingt “online radio”.





