Die neuen Medien machen es möglich, und Mögliches muss man doch nutzen, oder? Das Visuelle ist schon seit geraumer Zeit nicht mehr nur das Pendant zum Auditiven. Vielmehr gingen und gehen diese beiden Darstellungsformen interessante, sich ergänzende und ständig verändernde Partnerschaften ein. Wie Radio aussehen (!) kann, wird mittlerweile auf verschiedenste Arten demonstriert. Ob nun der Blick via Webcam in die Sendestudios, begleitende und/oder ergänzende Videobeiträge, oder ganze Sendeformate die konzipiert werden, um Radio zu sehen (z.B. Buntfunk bei MDR Sputnik): Die Stimme aus dem Studio bekommt ein Gesicht und der Hörfunk ein Bild. Wie viel Potential in dieser Partnerschaft steckt und wohin genau diese Entwicklung gehen wird, ist sicherlich noch nicht in Gänze absehbar. Sicher scheint aber zu sein, dass die neuen Medien dem Hörfunk eine zusätzliche Welt eröffnet haben, und nur die Kreativität kann hier die Grenzen setzen.
Der Master-Studiengang ONLINE RADIO bildet für das Radio der Zukunft aus, und geht folglich auch auf diese Entwicklung ein. Aus diesem Grund kann man OLINE RADIO nun auch sehen. Sowohl auf YouTube als auch bei Vimeo haben wir einen Videobereich, den wir im Laufe der Zeit reichlich bestücken möchten. Einen Vorgeschmack haben wir natürlich bereits jetzt für euch. Neben der Dokumentation des Workshops „AIRPLAY vs. IP-Play!“, der den Auftakt der studienbegleitenden Diskursreihe zu den Themen Radio, Digitalität und Audio bildete, gibt es den offiziellen ORCA-Trailer, der die Lernplattform „Online Radio Campus“ vorstellt und ONLINE RADIO nun auch sichtbar macht.
Don’t forget: 31. August!
Uwe Breitenborn | 5. August 2010 @ 21:18 Uhr | Kategorie: Allgemein |
Nun haben wir schon August und der Aufbau des Studienganges ist weit fortgeschritten. Einige Module des ONLINE RADIO CAMPUS – auch liebevoll ORCA genannt – sind fertiggestellt, andere werden in Kürze bereit stehen. Wer meint, dass in der vorlesungsfreien Zeit das ORMA-Team nicht erreichbar ist, irrt. Über die etablierten Kontaktwege sind wir stets erreichbar und freuen uns auf die vielen und interessanten Bewerbungsmappen. Langer Urlaub ist dieses Jahr nicht angesagt. Ende des Monats ist Bewerbungsschluss, dann tagt der Prüfungsausschuss und wird schnell die Auswahl treffen und kommunizieren. Schließlich begrüßen wir den ersten Durchgang bereits am 30. September in Halle!! Bis dahin heißt es aber für alle Interessenten: Bewerbungsunterlagen fertigstellen und nach Halle schicken!
7 Stiefelmeilen
Golo Föllmer | 19. Juli 2010 @ 10:56 Uhr | Kategorie: Allgemein |
Nun ist richtig viel passiert. Mit großen Stiefeln bewegen wir uns durch unsere Planungslandschaft, und kurz vor den Sommerferien, bevor alle irgendwo verschwinden, haben wir tatsächlich noch alles Wichtige geschafft.
1. Meile: Mitte Juni erschienen die Studien- und Prüfungsordnung und die Anrechnungsordnung unseres Studiengangs im ‘Amtsblatt’. Klingt mittelspannend, war aber ein mit echter Spannung erwarteter Moment, weil ONLINE RADIO damit im wahrsten Sinne des Wortes amtlich wurde und wir damit alle Ziele bezüglich Anrechnungsmöglichkeiten etc. erreicht haben. Wir können ohne Übertreibung behaupten, dass wir einen modernen, den Bedingungen der heutigen Arbeitswelt angemessenen Weiterbildungs- und Teilzeitstudiengang geschaffen haben.
2. Meile: Gute Nachrichten aus Magdeburg. Die Änderung des Hochschulgesetztes wird bis zum Herbst greifen. Dann können auch Bewerber ohne ersten Studienabschluss bei uns studieren, sofern sie bisher mindestens im Umfang von 180 LP studiert haben. Auf den offiziellen Wortlaut des Gesetzestextes warten wir noch.
3. Meile: Darüber hinaus ist auch die Studienvariante ‘Zertifikats-Weiterbildung’ unter Dach und Fach. Demnach kann ONLINE RADIO nicht nur ohne ersten Studienabschluss, sondern auch ganz ohne Erststudium und im äußersten Fall auch ohne Abitur studiert werden. Um ein gutes Studienklima zu schaffen, werden wir darauf achten, dass nicht nur berufliche Vorkenntnisse, sondern auch ein bestimmtes intellektuelles Niveau vorhanden sind, aber davon gehen wir bei Interessenten unseres Studienfaches eh aus :-)
4. Meile: Der lebendige Start unserer Diskursreihe stimmt uns zuversichtlich. Das Themenfeld zwischen Radio, Audio und Digitalität hat viel Gesprächsstoff und viele neue Möglichkeiten zu bieten, und diese wollen wir in den kommenden Jahren im Ergänzungsprogramm der Präsenzveranstaltungen des Studienangebots mit verschiedensten Experten ausloten.
5. Meile: Nach etwas mehr Aufwand als erwartet, haben wir ein umfangreiches Infopaket inklusive Bewerber-Guide und Bewerbungsformularen online gestellt, das hoffentlich alle wichtigen Fragen beantwortet. Wer dann noch mehr wissen möchte, kann sich jederzeit persönlich an uns wenden – per Mail, telefonisch oder in unserer Skype-Sprechstunde Dienstags 19-21 Uhr.
6. Meile: Habemus eigenen Ausschuss. Der Studien- und Prüfungsausschuss der Philosophischen Fakultät II hat Prof. Dr. Gerhard Lampe, Dr. Uwe Breitenborn und mich in den Studiengangseigenen Studien- und Prüfungsausschuss von ONLINE RADIO eingesetzt. Dieser Ausschuss wird die Unterlagen der Studiengangsbewerber prüfen und auf Antrag Anrechnungen vornehmen.
7. Meile, but not least: Unser OLAT-Team arbeitet intensiv an der Implementation der Lehrinhalte. Mehrere Module sind weitgehend fertig gestellt. Beim Testen bekommt man langsam ein Gefühl dafür, wie das Studieren einmal sein wird — und es fühlt sich viel besser und vor allem einfacher an, als die meisten von uns sich das immer vorgestellt hatten. Hannes Beßler und Tobias Grasse arbeiten derzeit an einem Video, das Interessenten einen Eindruck davon verschaffen wird, wie es als ONLINE RADIO-Student sein wird. Demnächst in diesem Programm!
Auftakt gelungen!
Stefanie Bauske | 3. Juli 2010 @ 14:58 Uhr | Kategorie: Allgemein |
Am 01.07.2010 war das große Spiel für das ORMA-Team. “AIRPLAY vs. IP-Play?” der öffentliche Auftakt-Workshop zur Diskursreihe zu Radio, Audio und Digitalität, ein begleitendes Angebot des Master-Studiengangs Online Radio. Mit dieser Diskursreihe sollen nicht nur interessante Diskussionen mit Experten stattfinden, sondern auch eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis geschlagen werden.
Mit Vertretern von MDR Sputnik, SWR, Deutsche Welle, quu.fm, 1000mikes und 90elf waren hochkarätige Experten vor Ort, die aus ihrer jeweiligen Perspektive über Produktion, Programm, Hörer, Ausbildung und Perspektiven debatierten. Nicht nur für das ORMA-Team ein aufschlussreicher Austausch, sondern auch für rund 125 Hörer via 1000mikes, wo der Diskurs live per Stream zu verfolgen war (in Kürze auch online zum Nachhören). Auch per Twitter war der Austausch zu verfolgen.
Das ORMA-Team ist mit diesem Auftakt mehr als zufrieden und freut sich auf weitere Veranstaltungen.
Workshop 2:0
Uwe Breitenborn | 25. Juni 2010 @ 00:26 Uhr | Kategorie: Allgemein |
„Airplay vs. IP-Play?“ – so heißt es am 1.7. ab 14:00 Uhr in der MMZ-Arena in Halle. Auf dem Feld stehen sechs Player mit unterschiedlichen Spielphilosophien:
Frank Debatin (1.000 Mikes), Uwe Sänger (evtl. Eric Markuse) (MDR Sputnik), Ramon Garcia Ziemsen (DW), Florian Fritsche (90elf), Michael Reichert (SWR), Maik Nöcker (Quu.fm)
Der Studiengang lädt damit ein zum ersten Public Workshop, der den Auftakt für eine Diskursreihe zu Radio, Audio und Digitalität bildet. Wie funktioniert das Webradio? Was sind neue, veränderte Finanzierungsmodelle? Wie funktionieren Hörer als Journalisten und Programmmacher? Und letztlich auch: Was bedeutet das für die Ausbildung? Wie sollte man 2.0 ausbilden?
Der Workshop wird live im Internet bei 1000Mikes.com gestreamt. Wer nicht direkt vor Ort sein kann, hat also die Möglichkeit dem Geschehen im Netz zu folgen und sich per Twitter (onlineradioMA) oder per Email einzuschalten. Line on!
‘äppchenweise #1
Tobias Grasse | 24. Juni 2010 @ 23:23 Uhr | Kategorie: HiWi |
“There’s an app for that” – auch wenn manche Leute ganz grundlegende Bedienungsschwierigkeiten bei moderner IT haben, setzen zeitgemäße Smartphone-Besitzer voll und ganz auf “Apps”. Kurzform für Appli(k/c)ation, oder auch Anwendung, zeigt das App-Denkmuster einen Weg auf, wie man aus dem Informationsdschungel Internet die relevanten Informationen zieht: Spezifischer Anwendungsfall, eng mit den Funktionen des mobilen Hosentaschencomputers verknüpft, Informationsfilter statt -vielfalt als Programmiermaxime. Klar, wenn ich ein italienisches Restaurant in meiner Nähe finden will, brauche ich nicht den chinesischen Imbiss am Bahnhof fünf Kilometer von mir entfernt auf meinem Display. Verwenden wir in Zukunft also für jedes Info-Bit eine eigene App?
Für das iPhone gibt es über 85.000 Anwendungen, die in Qualität und Funktionsvielfalt extrem variieren. Diametral zur AppStore-Kategorie “sinnfrei”, die mit Vertretern wie “iBeer” glänzt, entwickelt sich im Bereich der Audio- und Radioapps eine Ansammlung an Tausendsassas: Mobil Audiosequenzen aufnehmen, Marker setzen, schneiden, benennen und auf die Redaktionsrechner laden, das verspricht die App “Hindenburg Mobile”, die dafür aber auch im Vergleich zu sonst üblichen Preisen ordentlich ins Portemonnaie langt. Doch nicht nur für die Radiomacher von morgen, auch für die (Online)Radio-Hörer gibt es schon heute einen bunten Blumenstrauß an fingerfreundlichen Bildschirmbewohnern. Ob DRadio.de hören, mit Tune-In Radiostreams aufnehmen oder mit laut.fm dem user-generated-content frönen – die Netzvielfalt ist trotz rigider Einlasspolitik des Apple App Stores auch für iOS-Geräte zu haben. Doch auch Abseits der Apple-Welt gibt es z.B. auf der Android-Plattform einiges an Radio-Apps. Dazu später mehr.
WPTouch oder Warum ich jetzt benutzerfreundlicher bin. Touch me baby!
Norman Posselt | 24. Juni 2010 @ 16:39 Uhr | Kategorie: HiWi, Musik |
Es gibt vier Gründe warum ich diesen Artikel schreibe. Ich möchte zum einen darauf hinweisen, dass wir jetzt das WPTouch PlugIn aktiv haben und ich das einfach mal testen wollte. Zum anderen möchte ich unbedingt ein bestimmtes Wort in diesen Betrag einbauen. Appleleptiker; also all diese iTelephone-Nutzer, für die ein solches PlugIn ja gedacht ist, obwohl man so toll zoomen kann. Anyway; auch für Android, WebOS, und einige Blackberry nutzbar… Drittens; Tobi wollte, das ich diesen Post schreibe. Der vierte Punkt häng mit dem zweiten Zusammen. Appleleptiker stammt nicht von mir sondern von Bodo Wartke. Ein junger Musiker der Kabarett mit Klavierspiel und deutschen Gesang verbindet; kleine musikalische Empfehlung.
Ich drehe durch
Hannes Beßler | 15. Juni 2010 @ 20:16 Uhr | Kategorie: Allgemein, HiWi |
Ich drehe durch oder so ähnlich und das digital und in full hd…
Denn die Videos im Studiengang Online Radio Master werden zukünftig mit der Canon EOS 550 D gedreht.
Damit wir nicht nur inhaltlich , sondern auch visuell glänzen können.
Das Besondere an den Video DSLR´s ist, dass der Sensor im Vergleich mit anderen Videokameras relativ groß ist. Das ermöglicht eine Optik, die nahezu Filmlook erreicht. Vor den Video DSLR`s war das digital fast nur mit der Red One möglich, die jedoch preislich viele Rahmen sprengt.
Der Look ist einfach unbeschreiblich schön.
Kurzum die Kamera ist der Wahnsinn. Was Canon da für relativ kleines Geld auf den Markt gebracht hat ist erstaunlich.
Das Beste ist jedoch, dass ich meine ganzen Linsen, die sich mittlerweile bei mir angesammelt haben, benutzen kann und somit ein schönes Bokeh zaubern kann.
Gebremst wird meine Euphorie eigentlich nur durch die Tatsache, dass es sich ja eigentlich um eine Kamera handelt, die hauptsächlich für das Fotografieren gebaut wird.
Wie filmt man also mit einem Fotoapparat?
Damit das Ganze nicht zu einer absoluten Wackelpartie wird, baue ich mir gerade ein schönes Rig getreu dem teuren Vorbild.
Die Ergebnisse könnt ihr dann aber nicht nur innerhalb des Studiengangs Online Radio Master sehen, sondern unter anderem auch beim Imagefilm.
Wie klingt eigentlich “online radio”?
Tom Leonhardt | 14. Juni 2010 @ 15:06 Uhr | Kategorie: HiWi |
In Anlehnung an “Alles fließt” müsste man eigentlich auch sagen können: “Alles klingt”. Für Medien wäre das dann zum Beispiel Zeitungsrascheln, das klassische weiße Rauschen beim Radio, das Surren des Fernsehers… aber wie klingt eigentlich online, wie klingt das Internet und vor allem: Wie klingt Online Radio? Mit dieser spannendenden, aber nicht wirklich einfach zu beantworteten Frage darf ich mich seit einigen Wochen gemeinsam mit Tobi Grasse beschäftigen. Wir sind gerade dabei, ein “auditives Aushängeschild”, oder in stilvollem Englisch – das Sound Branding – für Online Radio zu entwickeln, arbeiten an Jingles und Radiospot, sowie an dem Konzept für die Live-Übertragung zu unserem “public workshop” AIRPLAY vs. IP-PLAY?, die wir über 1000mikes in den virtuellen Äther (= Airplay feat. IP-Play?) senden wollen.
Dass beim Thema Klang Welten und Vorstellungen aufeinander prallen, haben wir gleich bei unserem ersten Treffen gemerkt: Geistesabwesend habe ich das Wort “Modem” in den Raum geworfen und damit gleich einen verachtenden Blick geerntet.
Aber es stimmt – die Zeiten des Modemsounds sind vorbei. Jetzt gibt es nur noch DSL, LAN und WLAN – und nicht wirklich irgendein Geräusch. Lüfterrauschen und Festplattendrehen stehen nur für Computer und werden inzwischen auch immer seltener …
Wie kann also “Online Radio Master” klingen? Einen ersten Eindruck, wie man Online Radio Master vertonen könnte, hat uns die Sample-Sound-App “Let them sing it for you” von Eric Bünger geliefert. Aber: Unser Studiengang ist mehr als eine Collage aus Bekanntem, auch wenn Begriffe wie Remixing, Sampling und Mashup längst im medialen Alltag angekommen sind. Also heißt es die nächste Woche weiter fleißig konzipieren und Töne basteln, damit jede/r beim ersten (oder zweiten) Hören weiß: So klingt “online radio”.
Was lange währt, wird breit.
Anke Tornow | 1. Juni 2010 @ 22:41 Uhr | Kategorie: Allgemein |
… oder lang? Ganz wie man es dreht. Vor allem aber anders …
Es geht hier um das just in den Druck geschickte Info-Faltblatt über unseren Studiengang. Dieses hat, obwohl der Studiengang ONLINE RADIO gerade erst aus der Taufe gehoben wird, bereits eine erstaunliche Metamorphose durchlebt. Für mich erzählt dieser Gestaltwandel (der sich übrigens auch in den flexiblen digitalen Medien niederschlägt, uns dort aber weniger nervös macht), vor allem von einem atemberaubenden Prozess:
eine Idee formt sich (im Turbomodus) zum real existierenden Studiengang.
Mit der inhaltlichen Auseinandersetzung um Studienschwerpunkte und Modulinhalte, um E-Learning und Didaktik, veränderte sich unser Bild vom zukünftigen Studiengang – und damit auch unsere Vorstellung von seinem Erscheinungsbild. Die visuelle Richtung, die vor ca. 1 1/2 Jahren in einer ersten Antragsphase entwickelt wurde, wollte nicht mehr recht passen und ließ sich auch mit kleinen Korrekturen nicht passend machen. Von Wellen und Wolken führte der Weg über (typo)grafischem Minimalismus zu Röhrenradio-Nostalgie und so weiter … Alle diese Entwurfsphasen spiegeln den Prozess der inhaltlichen Profilierung wider und sind als Spuren in der aktuellen Variante enthalten; wir könnten sicherlich weiter suchen und würden weitere spannende Varianten kreieren – da aber noch andere Aufgaben warten, setzen wir an dieser Stelle eine Zäsur und drucken.
Für mich war dieser Weg mit durchaus ambivalenten Erfahrungen verbunden. Schließlich nimmt nicht nur eine Idee Gestalt an, sondern auch das Team, das diesen spannenden Prozess gestaltet. Arbeitsweisen, Stärken, Strategien der Streßbewältigung – da gibts ne Menge zu entdecken. Erfolgserlebnisse und Krisen gehen Hand in Hand: ich habe selten eine so intensive, schmerzhafte und produktive gemeinsame Suche erlebt. Und ich hab selten so ein Schlafdefizit angesammelt. Deshalb: ab in den Druck, ausschlafen und weiter gehts.





